
Premiere 15. Oktober 2009
Regie und Text: Verena Bill
Frau und Butt: Verena Bill
Fischer: Michael Koenen
Musik: Achim Schütz
| Mi 25 Jul |
"Der Fischer und seine Frau", die Bildungsshow Brüggen, Schloss Dilborn 20:00 Uhr[Information...] |
Großer Theatersaal im Schloss. Eine kurzweilige und lustige Bildungsshow. TICKETS |
Ein spannendes Theaterstück von Verena Bill nach dem Märchen der Brüder Grimm in einer Inszenierung des NiederrheinTheaters
Der Fischer Timpe Te lebt mit seiner Frau Ilsebill in einem alten Topf am Meer. Sie leben bescheiden, aber glücklich. Eines Tages angelt Timpe Te einen Butt, der sprechen kann. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dem Fisch um einen verwunschenen Prinzen handelt. Der Butt bettelt um sein Leben und Timpe Te lässt ihn schwimmen.
Als Ilsebill davon erfährt, fragt sie ihren Mann, ob er sich denn im Tausch gegen die Freiheit nichts erbeten habe. Sie drängt ihn, den Butt erneut an Land zu rufen und ihn um ein richtiges Haus zu bitten. Der dankbare Zauberfisch erfüllt diesen Wunsch. Doch Ilsebill ist nicht zufrieden. Wieder und wieder verlangt sie von Timpe Te, immer größere und maßlosere Gefälligkeiten von dem Butt einzufordern ...

Schultheater 30.11.09
Geschrieben von: Anne Küppers,
Gemeinschaftsgrundschule Kaldenkirchen
Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 12:36 Uhr
Jedes Jahr im Dezember findet für die Kinder unserer Schule eine Theateraufführung statt.
Zum dritten Mal in Folge trat am Montag, dem 30.11.2009, das NiederrheinTheater mit seinen Gründungsmitgliedern Verena Bill und Michael Koenen in der Aula der Realschule auf, um unseren Schülern ein Märchen vorzuführen. Nach „Rumpelstilzchen“ und „Froschkönig“ stand dieses Mal „Der Fischer und seine Frau“ auf dem Spielplan. Die Kinder verfolgten gespannt der Geschichte über die menschliche Gier und Unmäßigkeit. Die Darsteller verstanden es ohne großen technischen Aufwand oder aufwändige Kulissen, die Schüler in die Märchenwelt zu versetzen und bezogen sie auch aktiv in das Stück ein. Alle Kinderhände waren mit Begeisterung oben, wenn es darum ging die Wellen des Meeres darzustellen...
Nach der Vorstellung ergab sich noch für eine Klasse die Möglichkeit, Fragen an die beiden Schauspieler zu stellen. Frau Bill und Herr Koenen erklärten, wie lange es dauert und wie viel Arbeit es bedeutet ein Theaterstück von der Idee bis zur Aufführung zu bringen.
Rheinische Post vom 14. Dezember 2009
Lektion zur Unmäßigkeit von Angela Wilms-Adrians
Vor der Finanzkrise plante das NiederrheinTheater die Inszenierung des Märchens vom "Fischer und seiner Frau".
Das Lehrstück um unrealistische Wachstumsvorstellungen brachten Verena Bill und Michael Koenen auf die Bühne.
...Die Geschichte vom "Fischer und seiner Frau" inspirierte Verena Bill und Michael Koenen zum Untertitel "Ein Märchen über die Gier und Unmäßigkeit"....im Schloss Dilborn fanden die beiden ein aufmerksames Publikum ab 3 Jahren...Mit dem Zweipersonenstück komplettieren sie nach den Vorgängern "Rumpelstilzchen" und "Froschkönig" ihre Märchentrilogie, mit der sie erfolgreich auch in Schulen auftreten...
Maßlosigkeit anschaulich gemimt
...die sparsame Bühnenausstattung ist aber nicht nur den wechselnden Aufführungsorten geschuldet, Autorin und Schauspielerin Verena Bill und Kollege Michael Koenen meistern diese als Herausforderung an die Lebendigkeit der Darstellung...
...Und tatsächlich schienen Meer und Wind immer stärker zu brausen. Dabei halfen die Kinder und deren Eltern: Gewissenhaft übernahmen sie mit wellengleichen Bewegungen die Rolle des Meeres...
...wie ein jedes Grimm-Märchen formale Rituale hat, so jonglierten Bill und Koenen mit wiederkehrenden Elementen und deren Steigerung...
...Verena Bill mimte anschaulich die Maßlosigkeit der Fischersfrau...sie verlieh ihr treffend den Ausdruck von Unwillen und ins Wahnsinnige gesteigerte Begehrlichkeit, dass ein Kind sie zur "Zicke" krönte...
...in der Rolle des Fischers spielte Michael Koenen mit Witz und lebhaft umgesetzten Emotionen ihren Gegenpol...zum Sturmesbrausen schien er tatsächlich gegen massive Widerstände zu kämpfen...
...zugleich besaß die Aufführung eine feine Heiterkeit - etwa immer dann wenn die Darsteller mit tänzerisch puppengleichen Bewegungen die Requisiten tauschten...
...mit dieser Leichtigkeit schenkten sie dem Märchen ein glückliches Ende...den Kindern hat es gut gefallen...manche streichelten noch versonnen das kostbar wirkende Gewand des Butt...